Felipe Massa will lead the life of a normal citizen in the case of the current knowledge is right. This seems to be sure. But if it is possible to take part in a Grand Prix race again or even continue his so successful career, this question cannot be answered positively at the moment. We all wish him wholeheartedly that will become true. And  he must not spend his life as a sport invalid. In every respect it will be a long way back into the cockpit of a Grand Prix racing car. After a comparable accident at Monaco in 1994 Karl Wendlinger had not reached that aim despite of two attempts the following year. And also Cristiano da Matta, who once had collided with a deer of 200 kilograms of weight in his CART racing car at Elkhard Lake and who also had sustained heavy head injuries, had not come back. At the beginning of the sixties  there were mainly psychological reasons to prevent Sir Stirling Moss, despite being healed physically, from continueing his career.

The accident of Felipe Massa, and that one of Henry Surtees in Formula 2 a week before, are incidents like coming from the Middle Age; the dangers and their possible consequences are known for decades: Dr Helmut Marko at Clermont Ferrand in 1972, Tom Pryce at Kyalami in 1977 or Markus Höttinger in Formula 2 of Hockenheim in 1980. Nothing has happened to fight this  well-known deficits on safety. Perverted functionaries were discussing sex, Hitler, but above all power and money subjects. And that for weeks.

In the 21st century there are technological possibilities to reduce enormously  the risk of the driver to be hit by wreckage parts flying around without only relying on the protection of the crash helmets becoming better and better. A dome made out of bullet-proof glass or a safety wind screen, demanded by researchracing already in 2002, is one possibility. Of course, there are problems concerning that and also some value contrary arguments, but this task is able to be solved. And for the case the technicians in motorsport believe not to find a solution for alone, they should not hesitate to consult experts from the sector of armed forces or aviation and space travel. Discussions on the right subjects can be very useful. Surely there are a lot of other ideas to fight this all time present danger: The often demanded, but rarely practised multi-factor solution. Normally that should be self-evident in a sport, that puts modernity to his credit. It is a shame, that a young man died in a car race of the 21st century like a helpless motorway user under the bridge of a murderous stone thrower. And a few days later another athlete has to fight for the nacked survival. The time to learn is now. And then it has to acted immidiately. With courage and absolute determination. The danger is too great to wait  a long time. 

 

 

 

Felipe Massa wird nach dem aktuellen Stand der Kenntnisse das Leben eines normalen Bürgers führen können. Dies scheint gesichert zu sein. Ob er aber wieder an einem Grand Prix-Rennen teilnehmen wird, gar seine so erfolgreiche Karriere wird fortsetzen können, diese Frage kann  zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keinesfalls positiv beantwortet werden. Wir wünschen ihm von ganzem Herzen, das dies der Fall sein wird. Und dass er nicht als Sportinvalide sein Leben gestalten muss. So oder so wird es ein langer Weg zurück in das Cockpit eines Grand Prix Rennwagens. Karl  Wendlinger hat ihn nach einem in etwa vergleichbaren Unfall in Monaco 1994  trotz zweier Versuche im folgenden Jahr, nicht mehr geschafft. Und auch Cristiano da Matta, dem einst ein in Elkhard Lake ein 200 Kilogramm schwerer Hirsch in seinen CART-Rennwagen gelaufen war und der ebenfalls schwere Kopfverletzungen erlitten hatte, kam nicht wieder zurück. Bei Sir Stirling Moss waren es Anfang der sechziger Jahre, obwohl körperlich wieder hergestellt, in erster Linie psychologische Faktoren, die ihn an einer Fortsetzung seiner Karriere hinderten.

Der Unfall von Felipe Massa, und jener von Henry Surtees in der Formel 2 eine Woche zuvor, sind Ereignisse wie aus dem Mittelalter; die Gefahren und ihre möglichen Folgen sind seit Jahrzehnten bekannt:  Dr Helmut Marko in Clermont Ferrand  1972, Tom Pryce in Kyalami 1977 oder Markus Höttinger in der Formel 2 von Hockenheim 1980. Geschehen ist nichts, um diesem hinlänglich bekannten Sicherheits-Defizit zu begegnen. Perverse Funktionäre diskutierten Sex-, Hitler- vorallem aber Geld- und Machtthemen. Und dies wochenlang.

Es gibt im 21. Jahrhundert technische Möglichkeiten, das Risiko des Fahrers von herumfliegenden Wrackteilen erschlagen zu werden, erheblich zu reduzieren, ohne sich allein auf den Schutz  immer besser werdender Sturzhelme verlassen zu müssen. Eine Glaskuppel oder eine Sicherheitswindschutzscheibe, wie von researchracing bereits 2002 gefordert, ist eine Möglichkeit. Natürlich gibt es diesbezüglich Probleme und auch manches stichhaltige Gegenargument, aber diese Aufgabe lässt sich lösen. Und wenn  die Techniker aus dem Motorsport dies allein nicht bewältigen zu können glauben, so sollten sie nicht zögern, Experten aus den Bereichen des Militärs und der Luft- und Raumfahrt zu konsultieren. Diskussionen um die richtigen Themen können sehr hilfreich sein. Auch gibt es sicherlich auch noch eine Reihe von anderen Ideen, wie man dieser allgegenwärtigen Gefahr begegnen kann: Der immer wieder geforderte, aber selten praktizierte Mehrfaktoren-Ansatz. Der sollte in einem Sport, der die Modernität auf seine Fahnen geschrieben hat, eigentlich selbstverständlich sein. Es ist eine Schande, dass ein junger Mann in einem Autorennen des 21. Jahrhunderts stirbt wie ein hilfloser Autobahnbenutzer unter der Brücke mit einem mörderischen Steinewerfer. Und ein paar Tage später muss ein zweiter Athlet in ähnlicher Weise ums nackte Überleben kämpfen. Die Zeit zu lernen ist jetzt. Aber dann muss unverzüglich gehandelt werden. Mit Mut und absoluter Entschlossenheit. Die Gefahr ist zu gross, um lange warten zu können.

Klaus Ewald
31/07/2009

 

 

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