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Saisonvorschau 2001 / Season Preview 2001

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DIE JAGD AUF DIE ROTE 1

Vor dem neuen Grand Prix - Sommer: Viele Neuerungen, noch mehr Chancen

© Schlegelmilch Photography

Nach dem chinesischen Kalender ist 2001 das Jahr der Schlange. Das Reptil ist schnell, flexibel - aber auch hinterlistig. Na, das lässt ja für die Jagd auf die rote 1, auf Michael Schumachers Weltmeister-Ferrari, wohl einiges erwarten. Die Konkurrenz hat im Winter längst die Messer gewetzt und sein Pulver ins Trockene gebracht. Fast täglich erreichten uns Barcelona und Jerez, aus Valencia, Estoril und zuletzt auch aus Kyalami in Südafrika Rekordmeldungen. Irgendwer war irgendwann immer mal Trainingsschnellster. Dabei sind doch solche Zeiten überhaupt nicht vergleichbar, denn es ist beim Testen noch nicht einmal verboten, mit illegalen Autos zu fahren. Piloten und Techniker sprechen heute wie Politiker: Sie reden viel und sagen dabei wenig. Kein Wunder, wenn man die Go Kart-Kids im Teenie-Alter heute schon in Rhetorikseminare schickt.

Testen ist Knochenarbeit und das Fahren vor leeren Tribünen auch nicht das, was sich die Sponsoren unter perfekter Öffentlichkeitsarbeit vorstellen. Also wäre es doch vernünftiger, im Winter 3 bis 4 Rennen ohne Weltmeisterschaftswertung zu fahren - und die Testarbeit auf die eigentliche Materialerprobung zu reduzieren.

Neue technische Regeln haben die Formel 1 anno 2001 ziemlich verändert und das Geschäft der Aerodynamik gewiss nicht leichter gemacht. Verschärfte Crashtests sorgen für längere Seitenkästen und stabilere Überrollbügel. Der Heckflügel darf jetzt nur noch 4 Elemente besitzen und der Frontflügel muss 50 mm höher gesetzt werden, was schon jetzt zu den bizarrsten Nasenkonstruktionen geführt hat. Der verlorengegangene Abtrieb, viellieicht 10 %, macht auf mittelschnellen und schnellen Strecken kaum etwas aus. Auf langsamen Kursen wie in Monaco oder Ungarn hingegen schon. Doch bis zu diesen Rennen ist es noch lang und es ist immer wieder das alte Spiel: Die F.I.A. schränkt die Technik ein, aber binnen weniger Wochen haben die Ingenieure die vorhergehende Leistung längst egalisiert. In der Formel 1 gibt es bestenfalls Rüstungskontrolle, aber fast nie Abrüstung. Und ab dem Grand Prix von Spanien Ende April ist sogar die Traktionskontrolle wieder erlaubt - deren Verbot war jahrelang nicht zu kontrollieren gewesen.

Bibendum, das knuffige Michelin-Männchen, ist nach 17 Jahren wieder zurück an den Grand Pisten und damit auch wieder das beste Essen im ganzen Fahrerlager. Seit Estoril 1984, als Niki Lauda seinen McLaren-Teamkollegen Alain Prost im Endkampf der Weltmeisterschaft um ganze 0,5 Punkte besiegte, war der französische Reifenhersteller nicht mehr in der Formel 1 vertreten - jetzt ist nicht nur der Reifenkrieg wieder voll im Gange, jetzt hat man den letzten Michelin-Weltmeister auch gleich wieder unter Vertrag genommen. Denn Niki Lauda ist, seit er im Dezember 2000 als Präsident seiner eigenen Airline zurücktreten musste, seit Saisonbeginn oberster Chef bei Jaguar, besser gesagt der Premier Performance Division, unter deren Dach Jaguar Racing, Cosworth und die Elektronikfirma Pi zusammengefasst sind. Die hatten im vergangenen Jahr meist mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet, was sich jetzt mit Sicherheit ändern wird. Lauda, der von einer multi-kulturellen Stadt in die andere zieht, von Wien nach London, gilt nicht nur als Arbeitstier, sondern auch als excellenter Organisator, der einst sogar das Chaos bei Ferrari in den den Griff bekam (und dann Michael Schumacher nach Maranello holte). Und mit 52 Jahren ist es für die Rente ja wirklich noch ein bisschen früh.

Auch wenn es keiner wirklich gern hören mag, gilt in der Formel 1 schon immer der Grundsatz: Du kannst Milliarden in Aerodynamik oder in die Motoren stecken, es wird Dir nix helfen, wenn plötzlich allein von den Reifen 2 Sekunden kommen. Bridgestone gegen Michelin, das Land der aufgehende Sonne gegen die Grande Nation, ist die neue, grosse Chance im Grand Prix Sport, vorallem für die Teams und Fahrer, die nicht zu Rot oder Silber gehören.

Das Leben als Testpilot war vor 30 Jahren ein Tanz auf der Rasierklinge, ein Himmelfahrtskommando, wenn neue Radaufhängungen, Flügel oder Reifen getestet wurden. John Watson hatte sich so, bei Brabham, solche Knochenbrüche zugezogen, die er bis heute spürt, als der trapezförmige BT42 das Laufen lernte. Und der berühmteste aller Schattenmänner, Nigel Mansell, der Rekordweltmeister von 1992 (9 Siege, 108 Punkte, Gewinn der Meisterschaft bereits Anfang August in Ungarn) testete bei Lotus einst die aktive Radaufhängung "bis das Auto plötzlich platt auf dem Boden lag" - und Colin Chapman samt seinem technischen Adjutanten Peter Wright im Gesicht weisser waren als die Boxenmauer der Teststrecke von Snetterton. Die heutige Computertechnologie hat den Testjob viel, viel sicherer gemacht und Konstruktions- oder Materialfehler weitestgehend eliminiert. Fünf Stammpiloten gingen für 2001, halb freiwillig, halb gezwungen, dem Beispiel Olivier Panis folgend, auf die Position des Dritten Mannes. Der Franzose hatte, nach einem excellenten Testjahr bei McLaren Mercedes, den Wiederaufstieg in die Gruppe der aktiven Rennpiloten geschafft. Für Alexander Wurz (McLaren Mercedes). Ricardo Zonta (Jordan Honda), Marc Genè (Williams BMW), Pedro de la Rosa (Prost Ferrari), Mika Salo (Toyota) sowie den Ferrari-Testfahrer Luca Badoer (50 Grand Prix bei Lola, Forti und Minardi) sind das alles noch Zukunftsträume. Und die Konkurrenz auf dem Fahrermarkt schläft nicht: BAR Honda hat mit Darren Manning, Patrick Lemarie, Anthony Davidson und Takuma Sato gleich 4 junge Löwen als Testpiloten unter Vertrag. Und bei Jaguar lauern Jody Scheckters jüngerer Sohn Tomas und der erst 19 jährige Deutsch-Belgier Andrè Lotterer auf ihre Chance.

Komplett neu für 2001 sind nahezu alle Motoren, zumindest solche, für die bislang der Werkstoff Beryllium verwendet wurde. Dieses Material steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen, und wurde deshalb schon vor einigen Jahren aus den Bremsen der Autos entfernt. In den technischen Regeln wurde das Teufelszeug nicht direkt verboten, sondern die Biegesteifigkeit des Motorblocks neu definiert, denn seit dem Lotus Ford 49 im Jahre 1967 sind die Motoren ja fast ausnahmslos tragendes Element, oder, wie Colin Chapman zu sagen pflegte, "Teil der Struktur des Autos".

Im Westen also viel neues bei den 12 Formel 1-Teams, die in England, Frankreich, Italien, der Schweiz und Deutschland stationiert sind, von denen aber nur 11 zur Weltmeisterschaft auch antreten werden, denn Toyota bestreitet 2001 nur ein Testprogramm, wenngleich ein gigantisches. Die Japaner, deren Formel 1-Auto in Köln gebaut wird, haben jetzt die Grand Prix Strecke von Fuji, Schauplatz des dramatischen WM-Finales zwischen Niki Lauda und James Hunt 1976, gekauft und wollen sie mit einem Aufwand von vielen Millionen US-$ auf den aktuellen Standard bringen. Doch der Aufbruch des Grand Prix Zirkus in den Osten, den Mittleren wie den Fernen, ist längst vollzogen. Tunesien, der Libanon, Saudi Arabien, Dubai und China haben ihre Bewerbung abgegeben, die alte Metropole Beirut, einst blühendes Zentrum des Mittleren Osten, später durch einen jahrzehntelangen blutigen Bürgerkrieg nahezu vollständig in Schutt und Asche gelegt, wäre ganz sicher der ideale erste neue Grand Prix-Schauplatz im neuen Jahrtausend. Na, dann schauen wir uns mal an, was die Teams 2001 im einzelnen so zu bieten haben.

Die Scuderia Ferrari Marlboro als Verteidiger sowohl des Fahrer- als auch des Konstrukteurtitels wird auch in den nächsten Jahren von dem Triumvirat Michael Schumacher, Ross Brawn und Rory Byrne geführt. Die Position des Ferrari- Präsidenten Luca di Montezemolo ist nach dem doppelten Titelgewinn noch stärker als in den Jahren seiner Tätigkeit als Rennleiter in der erfolgreichen Lauda-Ära Mitte der siebziger Jahre. Montezemolo, ein echter italienischer Graf, der einst seine Karriere als Rallye-Fahrer aufgegeben hatte, um in New York zum Doktor der Rechte zu promovieren, konnte auch Brawn und Byrne zum Bleiben in Maranello verpflichten. Unglaublich, aber wahr, weder der Engländer noch der Südafrikaner sind gelernte Konstrukteure: Brawn ist promovierter Atomphysiker, Byrne gelernter Chemiker.

Kaum personelle Veränderungen gibt es auch bei West McLaren Mercedes. Deren wünderschöner MP4/16 ist tatsächlich eine totale Neukonstruktion, auch wenn viele bei seiner Präsentation enttäuscht waren. Die Revolution steckt im Detail, zumindest für diejenigen, die einen Rennwagen zu lesen vermögen. Mika Häkkinen ist kurz vor Weihnachten zu ersten Mal Vater geworden, der Sohn heisst Hugo Ronan. Für diesen Namen sind wohl McLaren-Traditionssponsor Hugo Boss und Sänger Ronan Keating (Life is a Rollercoaster) Vorbild gewesen. David Coulthard will sich 2001 total auf seinen Job konzentrieren, weniger auf seine Freundin, das amerikanische Model Heidi Wichlinski. Das Paar, das im Sommer 2000 in Lyon einen spektakulären Flugzeugabsturz überlebt hatte, hat seine für dieses Jahr geplante Hochzeit auf unbestimmte Zeit verschoben.

Compaq Wlliams BMW leiht Teenie-Star Jenson Button an Benetton Renault für zwei Jahre aus und ersetzt ihn durch Indianapolis-Sieger Juan Pablo Montoya an der Seite Ralf Schumachers. Montoya ist der erste Kolumbianer in der Formel 1 seit Roberto Guerrero im Ensign Ford anfang der achtziger Jahre. Eine metallic-blau-weisse Lackierung gibt dem Williams BMW ein attraktiveres Outfit. Bei Testfahrten in Kyalami/Südafrika applaudierten Anfang Februar 100 000 Zuschauer dem britisch-bayrischen Team. Ein bisschen Trost für Ralf Schumacher: Einige Tage zuvor war beim Besuch seiner Mutter im deutschen Kerpen sein erst 10 Monate alter Hund von einem Auto getötet worden.

Mild Seven Benetton Renault ist nun auch offiziell das Werksteam des französischen Autoherstellers, der auch die Mineralölfirma elf in den Grand Prix Sport zurückbringt. Ab 2002 verschwindet der Name Benetton, das Team heisst dann nur noch Renault, getragen von Renault France (Motoren) und Renault Sport U.K. (Chassis, Organisation). Entsprechend traurig war der Auftritt der Benetton-Familie bei der Teampräsentation 2001 in einem verregneten Venedig. 18 Jahre Formel 1, zunächst 3 als Sponsor von Tyrrell, Alfa Romeo und Toleman, danach 15 Jahre als Konstrukteure an ihren eigenen Rechten hängen an den Menschen aus Italien mehr als viele glauben mögen.

Lucky Strike BAR Honda ist 2001 nicht mehr das einzige Honda-Werksteam, wenngleich es exclusiv von dem japanischen Hersteller auch auf dem Chassis-Sektor unterstützt wird. Neu an der Seite von Jacques Villeneuve ist Ex-McLaren-Testpilot Olivier Panis. Ob die monatelangen Intrigen und Machtkämpfe innerhalb des Managements zu Stillstand gekommen sind, wird erst der Verlauf der Saison zeigen. Nicht mehr dabei in der BAR Box ist Dannii Minogue als Verlobte von Jacques Villeneuve. Die jüngere Schwester von Kylie (das in der Eingeborenensprache Australiens übrigens Boomerang heisst) hat den gemeinsamen Wohnort Monaco verlassen, um in London in einem Musical mitzuspielen.

Neue Mitglieder im Team von Benson & Hedges Jordan Honda sind Technik-Direktor Eghbal Hamidy (zuvor bei Arrows), Renningenieur David Brown (früher mit Ayrton Senna bei Williams, danach Formel 3000-Chef von McLaren) und Testpilot Ricardo Zonta (von BAR). Eddie Jordan, der Banker und Pop-Star unter den Formel 1-Teamchefs hat statt der bislang verwendeten Mugen-Triebwerke erstmals Honda-Werksmotoren, für die er natürlich nichts zahlen muss. Statt der traditionellen Hornisse ziert die Jordan-Nase nun ein Hai. Beissen statt Stechen, die Zeichen stehen auf Angriff.

Die ehemaligen Peugeot-Motoren unter der Bezeichnung AMT (Asia Motor Technics) verwendet Orange Arrows AMT, deren zweiter Pilot überraschend der frühere Sauber-Testfahrer Enrique Bernoldi geworden ist. Der Brasilianer fuhr Formel 3000 im Team des früheren B.R.M.- Piloten Dr Helmut Marko aus dem österreichischen Graz und wird von Red Bull Chef Dietrich Mateschitz unterstützt, doch richtig profilieren konnte er sich in Europa eigentlich nie. Der Karriere des talentierten Pedro de la Rosa, der deswegen bei Arrows gehen musste, war dieser Schritt alles andere als förderlich.

Zwei ganz junge Stars hat Red Bull Sauber Petronas verpflichtet. Bei dem Deutschen Nick Heidfeld und Kimi Räikkönen aus Finnland werden die vornehmlich weiblichen Teenager wieder kreischen wie sonst nur bei den Backstreet Boys oder N`Sync - oder sie nehmen gleich das Original: Jenson Button, jetzt bei Benetton. Eine Bank als Sponsor zu haben, kann übrigens auch nichts schaden. Bei Sauber fährt 2001 die Credit Suisse mit, eines der grössten Schweizer Bankhäuser. Und Peter Sauber bezeichnet sich ja gern selbst als typischen Schweizer. Mit allen Vor- aber auch Nachteilen.

Frischer Wind weht auch bei HSBC Jaguar Cosworth, auch sie von einer Bank, der Honkong Shanghai Banking Corporation, gesponsort. Neuer zweiter Mann neben Eddie Irvine ist der ehemalige Jaguar-Testfahrer Luciano Burti aus Brasilien. Und Niki Lauda trifft auf seinen alten Kumpel Steve Nichols als neuem technischen Direktor, der in seinem letzten Weltmeisterjahr 1984 sein Renningenieur gewesen war. Der Amerikaner hat tragische Jahre hinter sich. Erst kam sein Kind mit schwersten Behinderungen zur Welt und starb daran trotz intensiver medizinischer Betreuung in den USA. Dann wurde Gattin Cherilyn, eine Jamaikanerin, in England bei Vekehrsunfall getötet. Doch jetzt ist der Mann, der vor zwei Jahrzehnten die Kohlefasertechnologie in die Formel 1 brachte (Nichols war bei der Rüstungsfirma Hercules Inc. tätig, die das erste McLaren Carbon-Chassis baute), nach einigen diskreten Jahren als McLaren Forschungschef zurück an der Front der Grand Prix Rennen.

Bei European Aviation Minardi European im norditalienischen Faenza hatte man sehr lange nicht gewusst, wie es überhaupt noch weitergehen sollte. Das kleine Team, das in 5 Jahren nur einen einzigen Weltmeisterschaftspunkt gewinnen konnte, stand kurz vor dem Konkurs. Dann kaufte der Luftfahrt-Millionär Paul Stoddart (European Aviation) die Firma und vereinigte sie mit seinem Formel 3000 Team in britischen Ledbury. Jetzt ist Stoddart der erste Australische Formel 1 Teamchef seit dem legendären Sir Jack Brabham bei M.R.D. 1962 bis 1970 und Simtek 1994/95. Für Minardi, ab 2001 auf Michelin Reifen, fährt der junge Spanier Fernando Alonso, der bereits in der Formel 3000 grosses Talent zeigte. Mit 19 Jahren in den Grand Prix Sport aufzusteigen, schafften in der fast hundertjährigen Geschichte dieses Wettbewerbs nur drei Mann: Vor dem Zweiten Weltkrieg der Franzose Guy Moll, danach die Neuseeländer Chris Amon und Mike Thackwell.

PSN Prost Acer, das ehemalige Ligier Team des vierfachen Weltmeisters und Grand Prix Rekordsiegers Alain Prost wurde im Winter komplett umstrukturiert. Ferrari-Kundenmotoren statt die anfälligen Peugeot-Triebwerke, Panamerican Sports Network, Latein-Amerikas Antwort auf Eurosport, statt Gauloises als Sponsor und dazu den jungen Gaston Mazzacane, Argentinier wie Fangio und Reutemann, als Piloten: Da blieb fast kein Stein auf dem anderen. Geblieben ist Prost Evergreen Jean Alesi, der Anfang der neunziger Jahre sein Teamkollege bei Ferrari war - ehe Prost selbst vor dem Grand Prix von Australien 1991 von Maranello fristlos gefeuert wurde. Alesi, Sohn einer sizilianischen Einwandererfamilie aus Avignon/Frankreich, heisst eigentlich Giovanni mit Vornamen und ist in zweiter Ehe verheiratet mit der japanischen Schauspielerin Kumiko. Sie ist die Tochter des heutigen Sauber-Motorenchefs Osamo Goto, früher Honda, später Ferrari. Wie man sich halt so kennenlernt.

Jahrelang galt Deutschland als schlechtester Formel 1-Standort überhaupt: Zu teuer, zu bürokratisch und dazu die allmächtigen Gewerkschaften, die jeden Fortschritt schon im Keim ersticken. Jetzt zeigt Toyota, dass es dennoch geht. In Köln entsteht für 250 Millionen US-$ ein ultramodernes Werk mit Windtunnel und eigener Motorenfabrik. Toyota wäre schon in diesem Jahr dabeigewesen, hätte die F.I.A. die Motoren nicht zwischendurch auf 10 Zylindern eingefroren, denn in Köln hatte man längst einen V12 gebaut. Um es deutlich zu sagen: 12-Zylinder-Motoren sind nicht direkt verboten, ihr Einsatz ist nur bis enschliesslich 2007 nicht erlaubt, weil die F.I.A. nach dem Quasi-Verbot von Beryllium ein Milliarden US-$ verschlingendes Wettrüsten (mit dem Ferrari, Mercedes, BMW, und Toyota bereits begonnen hatten) verhindern wollte. Ab März 2001 testet Toyota mit Mika Salo und Alain McNish pausenlos auf mindestens 10 aktuellen Grand Prix Strecken. Noch nie hatte ein Formel 1-Team vor dem Debüt soviel Zeit und Geld zur Vorbereitung. Und während Salo auch für Renneinsätze ab dem Jahr 2002 fest verpflichtet ist, hofft der Schotte McNish noch darauf. Seit mehr als 10 Jahren testet er Formel 1-Autos für McLaren, Benetton und Lola, aber einen Grand Prix hat er noch nie gefahren. Toyota-Rennchef Ove Andersson war, in einem infernalisch lauten Alpine Renault, anfang der siebziger Jahre der Star der internationalen Rallye-Szene und der heutige Ferrari-Chef Jean Todt war sein Beifahrer. Die beiden sind bis heute gute Freunde, bald aber auch Rivalen. Die Welt wird immer kleiner.

Motor Racing is Dangerous steht in England noch immer auf Hinweistafeln an den Streckenrändern und manchmal auch auf den Eintrittskarten. Rauchen dagegen ist tödlich. Alle Kriege, alle Unfälle und Seuchen auf der Welt zusammengenommen, verursachen nicht soviel Tote auf der Welt wie der Tabakkonsum. Gewiss, kein Teenager beginnt das Zigarettenrauchen, weil auf dem Ferrari Marlboro und dem McLaren Mercedes West steht. Aber Tabak, versetzt mit einer Vielzahl legaler oder illegaler Zusatzstoffe, ist eine starke Droge. Da ist sich die internationale Wissenschaft völlig einig. Das von der F.I.A. beschlossene Tabakwerbeverbot im gesamten internationalen Motorsport ab 2007 ist daher völlig richtig. Die Teams sollten, wo bislang noch nicht geschehen, ihre Abhängigkeit von Tabaksponsoren stufenweise reduzieren und auch die Zigarettenhersteller können in gleichem Masse zur Produktion von unschädlichen Produkten konvertiert werden. Philip Morris macht bereits 50% seines Umsatzes mit Lebensmitteln und anderen Erzeugnissen, dennoch sitzen sie mit ihrer Marke Marlboro in den USA auf einer 75 Milliarden Dollar Klage geschädigter Raucher. Die Konsequenzen sind nicht absehbar.

Michael Schumacher hat bis Ende 2000 44 Grand Prix Rennen gewonnen und steht damit auf Platz 2 der Ewigen Bestenliste, die von Alain Prost mit 51 Siegen angeführt. Rein mathematisch betrachtet könnte sich also 2001 ein Wechsel an der Spitze vollziehen. Der Weltmeister eines jeden Jahres ist für die folgenden 12 Monate der Botschafter seines Sports, der Mann an der Spitze der All Time Greatests ist es für viele, viele Jahre. Fahrer wie Juan Manuel Fangio, Jim Clark, Jackie Stewart und zuletzt Alain Prost, der die Krone 1987 in Estoril beim Grand Prix von Portugal übernahm, waren Männer von grösster Tapferkeit und herausragender Sportlichkeit. Michael Schumacher, auch er jetzt dreifacher Weltmeister wie sonst nur Brabham, Stewart, Lauda, Piquet und Senna, war das nicht immer. Seine rüden, oft verantwortunglosen Attacken gegen Konkurrenten, viele schmutzige Tricks und sein arrogantes Auftreten in der Öffentlichkeit lassen zumindest Zweifel daran aufkommen, ob er wirklich zu den ganz Grossen in diesem Metier gehört. Denn wer sich seiner Sache sicher ist, der zeigt Souveränität, aber wer aggressiv ist, der hat in Wirklichkeit Angst. Und der Masstab, an dem sich alle Fahrer bis heute orientieren, heisst bis heute Ayrton Senna. Der hätte alle seine eigenen Rennen gewonnen, dazu die Hälfte der Siege von Schumacher, Hill, Villeneuve und Häkkinen errungen. Nur um mal die Relationen realistisch zu beschreiben. Ayrton Senna hatte am 1. Mai des Jahres 1994, wenige Wochen nach seinem 34. Geburtstag, zwei Chancen zu sterben, aber keine zu überleben: Erst ist ihm die Lenksäule gebrochen, dann löste sich beim Anprall an die Mauer jenes zwei Zentimeter grosse Metallstück, das durch die Dichtung des Helmvisiers eindrang und die tödlichen Kopfverletzungen auslöste. 2001 tragen die Piloten Michael und Ralf Schumacher sowie Nick Heidfeld Helme, die selbst einem Kanonenbeschuss standhalten. Gebaut hat sie der deutsche Rüstungshersteller Schuberth, der auch die Bundeswehr beliefert.

Für uns, die wir die Rennen begleiten und auch kommentieren, und glauben Sie mir, wir tun das schon ziemlich lange, ist Sommer, wenn die Saison beginnt und Winter, wenn sie wieder aufhört. Für Alfred Neubauer, den legendären Mercedes-Rennleiter hatte es nie einen Zweifel gegeben, wer der beste Rennfahrer aller Zeiten war: Rudolf Caracciola, der Deutsche mit dem Italienischen Namen wäre dieser Tage 100 Jahre alt geworden. Gestorben ist er übrigens 1959 in jenem Klinikum oberhalb des Geländes, wo heute Kassels neue Universität steht, an einem Leberleiden, nicht an den Spätfolgen eines vor dem Krieg in Monaco erlittenen Unfalls, wie manchmal fälschlicherweise behauptet wird. Für Bruce McLaren waren 100 Grand Prix mehr als ein Menschenleben. Doch Caracciola hat allein für Mercedes-Benz über 100 grosse internationale Autorennen gewonnen. Wie seine Leistung einzustufen ist, vermag daher ein jeder selbst beurteilen.

Klaus Ewald

 

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Den aktuellen Grand Prix Report lesen Sie bei uns immer montags nach dem Rennen ab 18:00 CET

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THE HUNT FOR THE RED 1

Before the new Grand Prix summer: many changes, even more chances

© Schlegelmilch Photography

For the Chinese Calendar 2001 is the Year Of The Snake. The reptile is fast, fexible - but also crafty. Well, that may be cause great expectations for the hunt of the Red One, Michael Schumacher`s worldchampionshipwinning Ferrari. Over the winter the rivals have sharpened their knives and kept their powder dry. Nearly daily new messages of record-breaking laps were brought to us from Barcelona and Jezez, from Valencia and Estoril and at last from South African Kyalami. Someone was somewhere fastest in practice. But you cannot really compare those times really, because it is not forbidden to use illegal, you can say underweight, cars during testing. Drivers and technicians of today talk like politicians: They speek a lot and say nearly nothing. No wonder, if the teeage go kart kids are sent to rhetoric lectures.

Testing is hard graft and driving ahead of empty grandstands the sponsors do not consider a well done public relations job. For that reason it would be a lot more sensible to drive 3 or 4 races without worldchampionship status - and to reduce the testing job on the exploring of new equipment.

New technical rules have changed Formula One of the year 2001 pretty much and the aerodynamic business does not become easier. Stronger crash test make the side pods longer and the roll bars more robust. The rear wing now is allowed to consist of 4 elements and the front wing must be put 50 mms higher, making the design of the noses often very bizarre. The downforce lost this way, maybe 10 %, does not have a great effect on middle-fast or fast tracks. But on slow ones like in Monaco or in Hungary it has got one really. Anyway, these races are far away from now and there is always the old game: The F.I.A. gives technical limitations and within a few weeks the engineers have brought back the performances taken away. In Formula One there might be arms control, but very rarely disarmament. And from the Spanish Grand Prix at the end of April on, traction control will be allowed again - their ban could not been controlled for many years.

Bibendum, the funny Michelin Man, is back to Grand Prix racing after 17 years of absence and with them the best food in the whole paddock. Since 1984, when Niki Lauda had beaten his McLaren team mate Alain Prost by 0.5 points the French rubber company was not involved in Formula One - now not only the tyre war is back, but at the same time they have signed a contract with the last Michelin worldchampion. Because Niki Lauda is, since he had to retire from the position of the president of his airline Lauda Air, the head of Jaguar, better to say the Premier Performance Division, under their roof are taken Jaguar Racing, Cosworth and Pi electronics. Last year these companies more or less had worked against each other than cooperating, and now this will be changed surely. Because Lauda, who moves from one multi-cultural city from another, from Vienna to London, is not only considered as a working animal but also an excellent manager, once bringing order into the chaos of Ferrari (and then bringing Michael Schumacher to Maranello). And at the age of only 52 it is a little too early to think of the pension.

In spite of the fact, nobody wants to notice that in fact, in Formula One the old principle exists: you can invest billions of dollars into the aerodynamics or the engines, when the car is suddenly made 2 seconds faster only by the tyres. Bridgestone against Michelin, the Land Of The Rising Sun against the Grande Nation, is the new, great chance in Grand Prix Prix racing, especially for those teams and drivers not belonging to Red or Silver.

30 years ago the life of a test driver was a dance on a razor blade, a suicide squad, when new suspensions, wings or tyres had been tested. This way John Watson had suffered from severe leg injuries at Brabham when making the triangle BT42 learn racing. And the most famous of all Men in the Shadow, Nigel Mansell, record-breaking world champion of 1992 (9 wins out of 16 races, 108 points, winning the championship at the beginning of August in Hungary) once had tested the active ride suspension at Lotus "until the car collapsed lying flat on the ground" - Colin Chapman`s and his adjutant`s Peter Wright faces became as white as the pit wall of the Snetterton circuit. The computer technology of today had made the testing job much, much safer to sort out design and material failures in most cases. Five regular drivers switched to the position of the Third Man, partly voluntarily, partly forced to follow the example given by Olivier Panis the year before. The Frenchman did an ecellent testing job at McLaren Mercedes to bring him back to the group of regular drivers at BAR Honda. For Alexander Wurz (McLaren Mercedes), Ricardo Zonta (Jordan Honda), Marc Genè (Williams BMW), Pedro de la Rosa (Prost Ferrari), Mika Salo (Toyota) and Ferrari test driver Luca Badoer (50 Grand Prix for Lola, Forti and Minardi) all this are future dreams. And the rivals on the drivers`market don´t sleep: BAR Honda has signed contracts with 4 of the young lions Darren Manning, Patrick Lemarie, Anthony Davidson and Takuma Sato. And at Jaguar Jody Scheckter`s younger son Tomas and only 19 year old German-Belgian Andrè Lotterer are waiting for their chance.

Completely new for 2001 are nearly all engines, at least those ones with Beryllium inside. This material is considered to cause cancer and that had been the reason why to be banned from the brakes some years ago. The technical regulations do not forbid the metal precisely, but the stabilty of the engine block has got a new definition - since the Lotus Ford 49 the engine is a basic element of the chassis or, as Colin Chapman used to say, "part of the structure of the car."

As you can see, there is a lot news from the West, from the 12 Formula One teams, being stationed in England, France, Italy, Switzerland and Germany. 11 of them will compete in this year`s worldchampionship, but Toyota will only be out only on a giant testing programme in 2001.

The Japanese, whose Grand Prix car is constructed in Germany`s Cologne, have bought the Grand Prix circuit of Fudji, host of the dramatic final round of the 1976 worldchampionship between Niki Lauda and James Hunt, and the want to bring it onto up to date standards by spending many millions of US-$ . But the departure of the Grand Prix circus to the East, the Middle as the Far one, has just begun. Tunesia, Lebanon, Saudi Arabia, Dubai and China have sent their application to the F.I.A. . The old metropolis of Beirut, once flourishing centre of the Middle East, later nearly completely shot down and torn into pieces by a bloody civil war over decades, now back again with an amazing speed of reconstruction, surely would be the ideal first new host of a Grand Prix in the new millenium. Well, now let us have a close look onto the condtions the teams are in in 2001.

The Scuderia Ferrari Marlboro as the defending champions of both the drivers`and the constructors`title will be lead by the triumvirate of Michael Schumacher, Ross Brawn and Rory Byrne for the next few years. After the double win of the worldchampionship the position of Ferrari president Luca di Montezemolo is as strong as it had been in the days of being their sport director in the successful Lauda era in the mid-seventies. Montezemolo, a real Italian Count, once giving up a career as a rally driver for promoting as a Doctor of Law in New York City, could sign up both Brawn and byrne for staying in Maranello. Unbeliveable, but true, neither the Briton nor the South African are educated designers: Brawn is a promoted nuclear physicist, Byrne a chemist.

No deep personal changes are made at West McLaren Mercedes. Their beautiful looking MP4/16 is a completely new design in spite of many people being disillusioned at it´s presentation. The revolution is hidden behind a lot of details, at least for those, who are able to read a racing car. Shortly before christmas 2000 Mika Hakkinen became a father for the first time ever, the son is named Hugo Ronan. For this name might be the traditional McLaren sponsor Hugo Boss and singer Ronan Keating (Life is a Rollercoaster) a model for. David Coulthard will concentrate more onto his job, less onto his girl-friend Heidi Wichlinski, a US-American model. The couple, that had survived a spectacular air crash in French Lyon last year, postponed their 2001 scheduled wedding for an unknown time.

Compaq Williams BMW lend their teenie star Jenson Button to Benetton Renault for two years and replaced them by Indianapolis 500 winner Juan Pablo Montoya at the side of Germany`s Ralf Schumacher. Montoya is the first Columbian in Formula One since Roberto Guerrero in an Ensign Ford at the beginning of the eighties. A new metallic blue and white livery gives a good looking outfit to the Williams BMW FW23. When testing at South African Kyalami at the beginning of February a crowd of 100.000 was applauding to the British-Bavarian team. A little consolation to Ralf Schumacher: Some days before his dog, only 10 month of age, had been killed by a car when visiting his mother at their hometown of Kerpen near Cologne.

Mild Seven Benetton Renault now officially has become the works team of the French car manufacturer also bringing back oil company elf to Grand Prix racing. From the beginning of 2002 the team will be re-named into Renault, based on Renault France (engines) and Renault Sport U.K. (chassis and organisation). For this reason the appearance of the Benetton familiy at the team`s lauch at a rainy Italian Venice was very sad. 18 years of Formula One, at first 3 years as a commercial Sponsor at Tyrrell, Alfa Romeo and Toleman, further 15 years as constructors of their own rights has got a greater effect on the people from Italy a lot more than many observers would believe.

Lucky Strike BAR Honda is not the sole Honda works team at all in 2001, in spite of being supported by the Japanes car manufacturer exclusively on the chassis sector. New at the side of Jacques Villeneuve is former McLaren test driver Olivier Panis. If the permanent struggles and intrigues within the BAR management have come to an end, will be seen during the season. Dannii Minogue, the younger sister of Kylie (whose name has got the meaning boomerang in the native language of the Aborigines) and fiancè of Jacques Villeneuve, will not be seen in the BAR pit this year. She has left their common residence at Monaco to play a role in a musical at London.

New members in the team of Benson & Hedges Jordan Honda are technical director Eghbal Hamidy (former Arrows), race engineer David Brown (once together with Ayrton Senna at Williams Renault, later Formula 3000 boss of McLaren) and test driver Ricardo Zonta (from BAR). Eddie Jordan, the banker and pop star among the Formula One principals has got Honda works engines for the first time instead of the Mugen Honda units they used so far, and of course, he has to pay nothing for them. Instead of the traditional hornet there is a shark on the Jordan nose. Biting instead of stinging, the times will bring attack.

The former Peugeot engines, now named AMT (Asia Motor Technics), are used by Orange Arrows AMT, whose second driver surprisingly became former Sauber test driver Enrique Bernoldi. The Brazilian competed in Formula 3000 for the team of former B.R.M. driver Dr Helmut Marko from Austrian city of Graz and is supported of Red Bull owner Dietrich Mateschitz, but throughout all the years he was not able to get a good profile of hisown in the European scene. The career of talented Pedro de la Rosa was not supported by a step like that.

Two very young stars had been signed up by Red Bull Sauber Petronas. When the German Nick Heidfeld and the Finn Kimi Raikkonen will appear on the scene the mostly female teenagers will screech the usually do at the Backstreet Boys or N´Sync - or they take the original version: Jenson Button, now at Benetton. To have a bank among your top sponsors makes a lot of sense. At Sauber Credit Suisse is on board, one of Switzerland greatest bankers. And Peter Sauber calls himself often a typical Swiss. With all the positives and negatives.

Fresh air also is brought to HSBC Jaguar Cosworth, the same way sponsored by a bank, the Hongkong Shanghai Banking Corporation. New second driver at the side of Eddie Irvine is former Jaguar test driver Luciano Burti from Brazil. And Niki Lauda meets his old friend Steve Nichols in the position of the new technical director, in Lauda`s last worldchampionship year of 1984 his race engineer. Tragic years are behind the US-American. First his child had been born with serious handicaps to die of them later in spite intensive medical care in the United States. Later his wife Cherilyn, a native Jamaican, was killed in a car crash in England. But now is the man, who brought the carbon fibre technology to Grand Prix racing 2 decades ago (Nichols had worked at the armaments factory Hercules Inc., who had constructed the first ever McLaren carbon monocoque), back onto the Grand Prix tracks, after spending some discreet years as the head of the McLaren research and development department.

For a long time nobody had known, how things would go on at European Aviation Minardi European in Faenza in the Northern part of Italy. The small team, only scoring a single point in 5 years, was very close to bankruptcy. Then aviation millionaire Paul Stoddart (European Aviation) bought the company to unify them with his own Formula 3000 team in Ledbury/U.K. . Now Stoddart is the first Australian Formula One team boss since the legendary Sir Jack Brabham at M.R.D. from 1962 to 1970 and Simtek 1994/95. For Minardi drives young Spaniard Fernando Alonso showing great talent in Formula 3000. To enter the Grand Prix business at the age of only 19 years, only three times had happened in the nearly 100 years of it`s history: Before World War II there had been the Frenchman Guy Moll, after it the New Zealanders Chris Amon and Mike Thackwell.

PSN Prost Acer, the former Ligier team of four-times world champion und Grand Prix record winner Alain Prost changed the structure completely over the winter. Ferrari customers` engines instead of the unreliable Peugeot units, Panamerican Sports Network instead of Gauloises as sponsors and the the young Gaston Mazzacane, Argentinian like Fangio and Reutemann, in the cockpit: Everything has changed. Aerodynamicist Henry Durant (former McLaren) was appointed new technical director, Pedro Diniz became one of the team`s executives and also shareholder. Evergreen Jean Alesi, who was Alain Prost`s team mate at Ferrari at the beginning of the nineties ( Prost was fired without notice before the 1991 Australian Grand Prix) remained in the team. The son of an immigrant family from Italian island of Sicily now living in France`s Avignon, has really got Giovanni as his first name and is married to Japanese actress Kumiko. She is the daughter of Sauber engine boss Osamo Goto, once Honda, later Ferrari. How young people meet each other.

For many years Germany was considered as the worst possible location overall for a Formula One team: Too expensive, too bureaucratic and the powerful trade unions killing every progress in a very early stage. Now Toyota shows how to manage that. In Cologne there is a 250 US-$ ultra-modern factory under construction, with a wind tunnel and an engine shop of their own. Toyota would have entered the competition this year, had not the F.I.A. limited the engines to 10 cylinders meanwhile, when a V12 had been designed in Cologne. To express it clearly: 12 cylinder engines are not directly forbidden, only their use is not allowed until 31 December 2007, because the F.I.A. wanted the whole business prevent from a billions US-$ expensive arms race (Ferrari, Mercedes, BMW and Toyota even had begun with) after the de facto ban of Beryllium. From this years`s March on Toyota will be testing nearly without breaks on 10 Grand Prix tracks of the update calendar with Mika Salo and Alan McNish - and as their domestic test track they have choosen the Circuit Paul Ricard in Southern France for. No Formula One team ever had so much time and money to prepare theirselves before their maiden Grand Prix. And while Salo has signed a contract also for racing from 2002 on, McNish has got high hopes for doing the same way. For 10 years he is testing Formula One cars for McLaren, Benetton and Lola, but he had never raced a single Grand Prix. Toyota team principal Ove Andersson from Sweden had been a star of the international rally scene during the early seventies driving an Alpine Renault being as loud as an inferno, and his co-driver was Jean Todt, today`s Ferrari boss. Both are good friends until now, but soon they will be also rivals. The world becomes smaller and smaller.

Motor Racing is Dangerous in England often stands on banners at the rims of the tracks and sometimes on the tickets. Compared with that, smoking is deadly. All wars, all accidents and all epedemics in the world do not cause so much dead persons like the consuming of tobacco. Surely, no teenager starts smoking cigarettes, because there is the Marlboro logo on the Ferrari and the West one on the McLaren. But tobacco is, mixed with a lot of additional chemical substances, a very strong drug. For this reason the F.I.A. ban of tobacco advertising in the whole international motorsport beginning at 2007 is absolutely correct. The teams should reduce their dependency from tobacco sponsors step by step and the same way cigarette companies can convert theirselves to the the production of not dangerous products. Philip Morris for instance make 50 % of their turnover with food and other goods, but in spite of that they are confronted with a 75 billion US-$ legal action by smokers their health had been seriously demaged by their cigarette brand Marlboro. The consequences are not foreseeable.

Until the end of 2000 Michael Schumacher has won 44 Grand Prix giving him second place in the record list being lead by Alain Prost with 51 victories. Mathematically a change at the top can happen this year. The world champion of each year is the ambassador of his sport for the following 12 months, the man on the top of the All Time Greatests has got that position for many, many years. Drivers like Juan Manuel Fangio, Jim Clark, Jackie Stewart and at last Alain Prost, who had taken the crown in 1987 at Estoril at the Grand Prix of Portugal, were men of extraordinary courage and excellent fairness. Michael Schumacher, now triple world champion like only Brabham, Stewart, Lauda, Piquet and Senna, was not always. His rude, often irresponsible attacks against his rivals, a lot of dirty tricks and his arrogance in dealing with the public, makes people doubt, if he really belongs to the the greatest characters in that business. Who is confident about what he is doing, shows souvereignty, but who is aggressive, in fact is full of fear. And the standard all drivers do orientate until today, is Ayrton Senna. He had won all his own races and additionally the half of the wins of Schumacher, Villeneuve, Hill and Hakkinen. To describe the relations realistically. On 1st May, 1994 Ayrton Senna had two chances to die, but no one to survive: First his steering column collapsed, then a 2 centimetre metal piece from the front suspension entered his helmet via the sealing of the visor when crashing into the wall to cause the fatal head injuries. In 2001 the drivers Michael and Ralf Schumacher as well as Nick Heidfeld wear helmets, that also can protect their heads against gun shots. They were constructed by German armament factory Schuberth also delivering the German armed forces.

For us, who follow and commentate the races, and believe me, we are doing that for a very long time, summer is, when the season begins, and winter, when it stops again. For Alfred Neubauer, the legendary Mercedes-Benz team manager, there had been no doubt, who had been the greatest driver of all times: Rudolf Caracciola, the German with the Italian name would have celebrated his 100th birthday these days. By the way he had died in 1959 in that clinic above Kassel`s new university, of a desease of the liver, not of injuries he had suffered under from a pre-war Monaco accident, as sometimes is said wrongly. Bruce McLaren considered 100 Grand Prix more than a life of a human being. But Caracciola hat won over 100 great international automobile races only for Mercedes-Benz. So the question, how to judge his performance, everyone must answer by himself.

Klaus Ewald

 

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