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Die Zukunft der Formel 1 / The Future Of Formula One

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Michael Schumacher (D)/Ferrari F1-2000

 

Die Herausforderung heisst Wasserstoff

Nach der Weltraumfahrt ist die Formel 1 bis heute der technologische Innovationsträger. Dabei sind die entstehenden Kosten um ein vielfaches geringer, eine Förderung durch staatliche Finanzmittel hat deshalb, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht stattgefunden. Im Gegenteil, die Formel 1 verdient seit Anbeginn Geld, ein Prozess, der auf dem Raumfahrtsektor erst vor wenigen Jahren begonnen hat.

Leider hat sich seit Anfang der neunziger Jahre jedoch im Grand Prix Sport eine Tendenz durchgesetzt, die technischen Möglichkeiten der Konstrukteure immer weiter einzuschränken. Dies fand seine Begründung einerseits in den immensen Kostensteigerungen, andererseits waren gewisse Einschnitte aus Sicherheitsgründen unumgänglich. Ob Einschränkungen tatsächlich eine Verminderung der Kostensteigerungen (von einer Reduktion kann ohnehin keine Rede sein) bewirkt oder sich sogar ins Gegenteil verkehrt, wollen wir an dieser Stelle einmal offenlassen.

Die Basis des heutigen Reglements ist im Jahre 1965 entstanden, für die Saison 1966 wurde es erstmals angewendet. Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Formel 1 zum weltweiten Publikumssport Nummer 1 entwickelt, nicht zuletzt weil sie sich für das führende Massenmedium Fernsehen als geradezu ideal erwiesen hatte. Der Grand Prix Sport lebt von der einzigartigen Technik, aber auch von den charismatischen Persönlichkeiten, die ihn ausüben. Formel 1-Autos sind so etwas wie Raumschiffe für die Erde und die Fahrer darin die Astronauten, die nach den Sternen greifen.

Bis zum Jahr 2008, also noch relativ lange, sollen die heutigen technischen Vorschriften, versehen mit einigen Modifikationen, die vor allem der Sicherheit dienen, erhalten bleiben. Bis dahin bleibt es folglich bei den benzinbetriebenen V10-Motoren. Doch statt sich bereits heute schon darüber zu streiten, ob es danach wieder Sinn machen werde, Zwölfzylindermotoren einzusetzen, sollten wir uns lieber Gedanken machen, wie man grundsätzlich neue Regeln einführen könnte. Denn im Jahre 2008 werden die gegenwärtigen stattliche 43 Jahre alt sein! Sie sind damit dann nur noch die Vergangenheit.

Die Formel 1 muss aber ein Stück Zukunft bleiben. Sie muss gleichzeitig guten, auch optisch attraktiven Sport bieten. Auf einer internationalen, multikulturellen Basis. Dennoch ohne Verzicht auf Tradition. Und sie muss sich ihre Exclusivität erhalten, inflationäre Tendenzen müssen vermieden werden.

Was also ist zu tun? Zunächst sollte eine moderne Antriebsvariante gewählt werden, denn der benzingetriebene Ottomotor ist, mittelfristig gesehen ein Auslaufmodell, auch wenn es noch für viele Jahrzehnte, vielleicht Jahrhunderte, Erdöl geben wird. Folglich sollte die Formel 1 auf Wasserstoffantrieb umgestellt werden. Motoren mit wesentlich mehr Hubraum und mit 12 oder sogar 16 Zylindern können dann eingesetzt werden. Das wird dann auf diesem Sektor eine immense Schubkraft bezüglich Forschung und Entwicklung freisetzen, der dieser ökologisch sinnvollen Technologie, an der ohnehin schon jetzt alle führenden Automobilhersteller zwangsläufig arbeiten müssen, enorme Impulse geben. Millionen Menschen in aller Welt können in kurzer Zeit für diese umweltschonende Energieverwendung begeistert werden. Um diese Antriebsart für den Extremwettbewerb Formel 1 fit zu machen, müsste der Spielraum auf dem Elektroniksektor wieder wesentlich vergrössert werden. Schliesslich würden die Autos wegen der voluminöseren Wasserstofftanks auch wieder grösser und damit spektakulärer, was der Optik des Grand Prix Wettbewerbs gewiss nicht schaden wird. Da der Wasserstoffantrieb am Anfang zunächst erheblich schwerer als ein Benzinmotor sein wird, muss auch bei der Entwicklung leichterer Materialien intensiver geforscht werden. Denn Kohlefaser ist bei den Werkstoffen sicher nicht die ultima ratio. Bei den Reifen sollte man sich entweder für richtige Profilreifen oder aber wieder für Slicks entscheiden, auf alle Fälle sollten sie jedoch wieder erheblich breiter werden.

Unsere Welt ist durch moderne Transport- und Kommunikationstechnologie - hier ist nicht nur das Fernsehen, sondern vorallem das Internet zu nennen - praktisch zum globalen Dorf geworden. Wir leben also in einer Weltgesellschaft mit einer grossen Anzahl verschiedener Kulturen verteilt auf fünf Kontinente. Als einzige Weltmeisterschaft der gesamten Sportwelt trug die Formel 1 dieser Tatsache seit ihrer Gründung im Jahre 1950 auch wirklich Rechnung. Nun können die Grand Prix de facto nicht beliebig vermehrt werden, weil sie ein exclusives Ereignis bleiben müssen, will man ihren Wert erhalten. Mehr als maximal 18 WM-Rennen wird man also pro Jahr nicht veranstalten können, dennoch sollen alle Regionen der Welt angemessen berücksichtigt werden. Zunächst sollte kein Land auf seinem Territorium mehr als einen einzigen Grand Prix austragen dürfen, auch wenn dies aktuell für Italien und Deutschland eine bittere Pille ist. Dann könnten kleinere Ländern sich bei der Austragung eines Grand Prix im Zweijahresrhythmus abwechseln. Schliesslich könnten in grösseren Ländern mit mehr als einer Formel 1-tauglichen Strecke diese, wie bis Mitte der achtziger Jahre üblich, ebenfalls turnusmässig wechseln. Und ausserdem sollte es, vorallem im Winter in den klimamässig günstigen Regionen, auch wieder Formel 1-Rennen ohne Weltmeisterschaftswertung geben. Dies hätte einerseits den Vorteil, dass neue Veranstaltungsorte mitsamt ihrer Infrastruktur an den grossen Sport herangeführt werden, andererseits könnten die Teams neue Technologien unter Wettbewerbsdruck, aber ohne Risiko für ihren WM-Status erproben und auch ihre Testfahrer bzw. andere junge Talente einsetzen. Allgemein sollten Testfahrten nur noch auf maximal einer, dann aber wettersicheren, Strecke stattfinden. Dort könnte dann eine permanente Infrastruktur, möglichst auch mit einem Flugplatz, errichtet werden, was bezüglich der Logistik, aber auch der Kosten immense Vorteile bringen würde.

J H

 

David Coulthard (GB)/McLaren Mercedes MP4/15

 

The Challenge is Hydrogen

Nowaday´s Formula One is the second biggest inventor of modern technologies after the sector of spacel travel. For that the amount of money needed is much lower, support by public financial means did not take part therefore with the exception of some rare examples. No, in contrast to that, Formula One earns money from it´s very beginning, a process having just begun on the space travel field for a few years.

It is a pity that the technical regulations of Grand Prix racing have become very restrictive since the beginning of the nineties to cut the designers´possibilities more and more. The reasons giving for doing so were the explosion of the costs on the one hand and on the other the need for increasing the drivers´ safety by making some cuts. But if these limitations really were able to reduce the increase of cost ( a general reduction of them never came in sight) or support the contrast of that, should not be discussed here.

The basis of the present regulations has got it´s origins in the year 1965 and the first use of it was made the following year. Since that time Formula One has developed itself to the number 1 of worldwide public interested sports, because it was the ideal competition for the leading mass medium television. Grand Prix racing is so popular by it´s extraordinary technology but also by it´s charismatic personalities. Formula One cars are something like the spaceships for the ground and the drivers in their cockpits are the astronauts conquering the stars.

Until the year 2008, a pretty long time, the present technical rules should remain with a few modifications to increase safety. So far the V10 engines fed by fuel based on mineral oil will be in action. But to start a discussion now about the possibilty of reinstalling the V12s after that we should be prepared for thinking of completely new regulations, because in the year 2008 the present ones will be 43 years of age. And that will be only the past.

But Formula One has to be a part of the future. There must also interesting and good looking sport to be presented to the audience. On an international, multi-cultural base. But without the loss of tradition. Exclusivity must remain and inflationary tendencies have to be avoided.

So, what is to be done. First of all there should be chosen a type of power to replace the present otto engines driven by mineral oil based fuel. In spite of the fact there will be sufficient oil for decades, maybe centuries, on the world´s markets available, this type is an medium-term phase-out model. For that reason Formula One should switch to a hydrogen drive. Engines with a higher cubic capacity than today and 12 or 16 cylinder units can be brought to the tracks. That will give enormous power to research and development to this environment protecting technologies the car manufacturers are still forced to work on today. Millions of people all over the world can filled with enthusiasm for this ecological source of energy within a short time. To get this drive fit for the extreme compettion Formula One usually is the possibility for using more intensive electronic aids must be increased again. Eventually the cars´dimensions will become larger because having to carry the high volume hydrogyen tanks making the vehicles better looking to give more attractiveness to the sport. For the reason the hydrogen drive will be much heavier at first, the development of lighter materials has to be forced and carbon fibre is not their ultimo ratio. On the tyre field there should be either profiled rubber or slicks available but in every case in bigger dimension than they do today.

Our world has become a global village by modern transport- and communication technology, to mention not only television but also the internet. Therefore we live in a world´s society with a great amount of cultures placed on five continents. As the only worldchampionship in the entire world of sports Formula One really had respected this fact since it´s very beginning in the year 1950. But there is no possibility to increase the number of Grand Prix without any limits to keep their exclusivity and for that reason their value. There can not exist more than a maximum capacity of 18 races for the world championship but all regions of the world should be represented by them. First of all there should not take place more than one Grand Prix on the territory of a single country in spite it is a bitter pill to swollow both for Italy and Germany. Smaller countries can alternate theirselves with the holding of their Grand Prix every 2 years. And in larger countries with more than one Formula One circuit available also can alternate these tracks as it had been done far into the eighties. Especially in winter there should non-championship events be reinstalled in regions of the world with good weather conditions. That brings the advantage of the teams being able to test newly developed equipment under compettion circumstances without being confronted with the danger of loosing worldchampionship points and they can give race experience to their test drivers or other newcomers. On the other hand new circuits with their infrastructure can induct theirselves into the top level of international motorsport. Testing generally should be done on a single track with sure weather conditions over the winter. There should a permanent infrastructure be installed, maybe with an air-field, to make logistics more simple and to reduce costs.

J H

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